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Baldrianblütenextrakt - Schutz vor Frostschäden bei empfindlichen Blüten oder zur Blütenbildung von Pflanzen. Informationen und Anleitung zum selber herstellen.

Jul 11 2014

Baldrianblütenextrakt

Der echte heimische Arznei Baldrian (Valeriana officinalis) ist eine sehr stattliche Pflanze die 1 bis 2m hoch werden kann. Er wächst häufig an sonnigen, feuchten Weg- und Waldrändern sowie an den Ufern von Bachläufen. Der süßliche, leicht würzige Duft der Blüten sind Anfangs noch rosafarben später dann weiße große Blütenstände.

In der traditionellen Heilpflanzenkunde wird allerdings das Rhizom (Wurzel) des Baldrians genutzt. Als getrocknete Drogen für Tee und das ätherisches Öl in Massageöle oder in der Duftlampe - zur Beruhigung bei Unruhe, nervösen Störungen in den Wechseljahren, Missstimmung und nervöser Einschlafstörungen und Ängste.

Baldrianwurzel-Tee

1 Teelöffel getrocknete, zerkleinerte Wurzel mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, absieben.

Durch trinken eines Baldrianwurzel-Tees sind manche Menschen wie aufgedreht und fühlen sich wieder zu geistige Tätigkeiten hingezogen. In einem Buch von Wolfgang Schröder – Meisterkräutertherapie steht: „ Es dreht diejenigen auf die durch den Baldrian im Hirn aufgeweckt werden“ So nach dem Motto: Hey, Hallo, was ist denn hier los?  Durch das „Aufgeweckt“ werden im Hirn werden neue und kreative Ideen überdacht und anscheinend auch viel schneller umgesetzt. Der Baldrian ist der Meister des Gehirns und er öffnet zugleich die Augen. Baldrian steigert die Konzentrationsfähigkeit und Leistungsvermögen, er erzeugt eine bewußte Entspannung vernebelt aber unser Gehirn nicht dabei. Es ist nachgewiesen worden, dass Baldrian positiv in den Gehirnstoffwechsel eingreift.


Für die Herstellung des wässrigen Baldrianblütenextrakts benötigen wir allerdings nur
die voll aufgeblühten Blütendolden des Baldrians.

 

Bekannt und genutzt wird der Baldrianblütenextrakt eigentlich in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.

Der Begründer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, Herr Rudolf Steiner (1861–1925), sah die Landwirtschaftlichen Betriebe sehr früh schon als einen Organismus, er verstand es den Ackerbau und die Viehwirtschaft miteinander so zu verbinden, dass die Viehwirtschaft auf einem Bauernhof auch den gesunden Dünger für seinen Ackerbau liefern kann. Er entwickelte die verschiedensten Präparate ohne dafür Chemie zu verwenden. Aus dieser biologisch-dynamischen Landwirtschaft heraus entstand das heutige „Demeter“ Siegel. Die Grundlagen für seine Arbeit mit der Natur fand er in der Geisteswissenschaftlichen und Anthroposophischen Weltanschauung, immer in Verbindung mit den kosmischen Kräften. Mehr zu Herr Rudolf Steiner und seiner Arbeit mit den von ihm entwickelten Präparaten finden sie hier.

 

Herr Rudolf Steiner nutzte unteranderem ein Baldrianblütenpräparat als Spritzmittel um die ersten Blüten von Obstbäumen vor drohenden Spätfrösten zu schützen. Es soll sich dadurch eine Art „Wärmedecke“ um die Blüten legen und so die Frostschäden so zu minimieren. Funktioniert auch bei Rosenblüten.
Bei den Recherchen zum Baldrian fand ich einen Hinweis dass der Baldrian anscheinend die Umgebungstemperatur bis zu fünf Grad anheben kann, allerdings habe ich keinen Studie oder Arbeit darüber finden können.

Der Blütenextrakt soll auch die Bodenorganismen auf dem Kompost oder Gemüse und Blumenbeete beleben, hauptsächlich vermehren sich wohl die Regenwürmer sehr stark. Auch verschiedene Samen (z.B. Tomaten, Lauch, Weizen) Keimen viel schneller und sind als Pflanze wiederstandsfähiger durch diesen verdünnten Extrakt.

 

Und nun, kommt eigentlich dass was mich persönlich vor ca. 2 Jahren so an diesem Baldrianblütenextrakt faszinierte, denn Obstbäume habe ich keine – Der Baldrianblütenextrakt soll laut einiger Meinungen im Netz die Blüten und Knospenbildung von Kakteen und Zimmerpflanzen sowie von Gartenblumen anregen. Ich habe mir damals einen Extrakt von einem Kakteenzüchter gekauft der im Netz über seine Herstellung und Anwendung geschrieben hatte. Ich habe 1-2 Tropfen des Extraktes in meine 1 Liter Giekanne gegeben, umgerührt und die Topfflanzen damit gegossen. Meine Zimmerpflanzen, vorallem meine Haweipalme (Brighamia insignis) begannen darauf extrem zu blühen.

 

Nach längerer Recherche Ich fand diversen Seiten darüber im World Wide Web, bei Kakteenzüchter, in Foren die über den Blütenextrakt geschrieben oder diskutiert haben ob er denn auch nützt oder warum die Pflanzen zu blühen beginnt. Eine Wissenschaftliche Begründung oder Studien darüber habe ich allerdings nicht finden können.

 

Im Buch von Susanne Fischer-Rizzi – >Medizin der Erde< ist der Baldrian als Medizinalpflanze beschrieben und ein Rezept über die Herstellung des Extraktes zu finden.

 

Das Rezept aus dem Buch Medizin der Erde von Susanne Fischer-Rizzi:

Frische Baldrianblüten im Entsafter entsaften, mit Regenwasser mischen.

ca. 70% Baldriansaft

ca. 30% Regenwasser
 

Der so entstandene Extrakt wird nun in Flaschen abgefüllt. Wegen der Gärung sollte die Flasche allerdings erst nach ca. 6 Wochen ganz verschlossen werden und kühl und dunkel aufbewahrt werden.

Der fertigen Extrakt wird vor Gebrauch 1:10 verdünnt und 5 Minuten in der Gießkanne/Kübel gerührt.
 

Da ich keinen Entsafter Zuhause hatte, habe ich die Blüten von den Stielen geschnitten (direkt unter dem Blütenansatz um so wenig wie möglich von den Stielen darin zu haben) und mit etwas Regenwasser in meinem Personal Blender ordentlich klein gemixt.
Der so entstandene Brei habe ich anschließend in einem großen Glas gegeben und etwas stehen gelassen und täglich wieder neue Blütenbrei hinzugefügt. Ahnlich wie ein Kaltauszug nur nicht mit sehr viel Flüssigkeit.

Am Ende habe ich alles durch mehrere feine Siebe und durch ein Passiertuch ausgepresst. Das ausgepresste Pflanzenmaterial von der Baldrianblüte habe ich übrigens in meinen Garten in die Blumenbeete eingearbeitet. So entstand mein wässriger Baldrianblütenextrakt.

Ich wünsche nun allen die ich mit dem Extrakt neugierig gemacht habe ganz viel Spaß beim selbst herstellen und ausprobieren. Wer mag kann sich gerne über tolle Ergebnisse, Erfolge oder auch Misserfolge mit mir austauschen.

Liebe Grüße
Sabine

Bilder aus dem Duft-Studio!
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